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VORLETZTER EINTRAG

Hui! Ist ja jetzt schon wieder ganz schoen lange her, dass ich mich das lezte Mal gemeldet habe - sorry dafuer. Aber jezt geht es ja wieder weiter!

Also, der letzte Eintrag kam ja noch aus New Plymouth, Stichpunkt "dicker Fuss" und "Mt. Taranaki". Dazu: mein Fuss hatte nach drei Tagen wieder eine annaehernd normale Form angenommen und so dachte ich mir, dass ich mich einfach mal an das Projekt "Aufstieg Mt. Taranaki" mache. Gesagt, getan. Am Abend vorher hatte ich soweit meine Sachen zusammengepackt fuer die geplant 8-stuendige Tour. Mit dem ersten Tageslicht ging es dann zum Anfangspunkt des Tracks und rauf, rauf, immer rauf. Nach einer halben Stunde war mir schon recht warm, aber das Bild, das sich mir nach nur einer Stunde Aufstieg bot, war ueberwaeltigend. Ich war bereits schon ueber den Wolken und die Sonne ging in den schoensten Orangetoenen auf und tauchte alles in goldenes Licht. Was ein Anblick! Es war ziemlich schwer, sich von der Aussicht zu trennen, aber der Track war lang und ich wollte sicher gehen, genug Zeit fuer den Rueckweg zu haben. Also bergauf, bergauf, immer bergauf. Mit der Veraenderung des Sonnenlichts veraenderte sich auch langsam aber sicher meine Motivation. Die Spitze sah unendlich weit entfernt aus und der Weg wechselte langsam von einer geschotterten Strasse in einen engen Track mit dicken Felsen und Steinen, sodass ich nach 2 1/2 Stunden anfangen musste zu klettern. Anstrengend, aber noch machbar. Durch meien vorherigen "Vulkan-Besteigungs-Kenntnisse" wusste ich, dass der schwierigste Teil noch vor mir lag. Das Aschefeld. Am Aschefeld wird eigentlich jedem Menschen klar, dass Vulkane nicht die komfortablesten Aufstiege bieten. Mir wurde dieser Fakt immer deutlicher, sprich: Ich war komplett durchgefrustet. Zwei Schritte vor, einen Schritt zurueck, dazu gesellte sich langsam aber sicher das Gefruehl, an die koerperlichen Grenzen zu kommen. Aber genauso wie mir klar war, dass ich am liebsten umdrehen wuerde, wusste ich auch, dass ich nicht an dieser Stelle scheitern wollte. Also kletterte, nein kraxelte ich im Schneckentempo weiter bergauf und irgendwann war ich tatsaechlich am oberen Ende des Feldes. Die Spitze? Nein. Ich hatte jetzt den anstrengensten Teil des Tracks hinter mir, aber vor mir lag immer noch ein ziemlich weites Feld mit Felsen, sprich, eine erneute Kletterpartie stand an. Ich wusste, dass es mich noch mindestens eine Stunde kosten wuerde, um bis nach ganz oben zu kommen und ploetzlich fragte ich mich, wie wichtig mir das Ganze tatsaechlich war. Und irgendwie erschien es mir auf einmal nicht mehr so reizvoll, die Spitze zu erreichen. Ich denke es war eine Mischung aus mehreren Komponenten: erstens war ich bereits schon ein beachtliches Stueck raufgeklettert und hatte schon eine wahnsinnige Sicht ueber die Wolken. Zweitens hatte ich in den Tagen nur rumkartoffelt, weil es mir wichtiger gewesen war, meinen Fuss ausheilen zu lassen. Und drittens der Gedanke: "Was zur Hoelle mache ich hier eigentlich? Ich mag bergsteigen nichtmal". Aus diesen drei und wahrscheinlich noch einem Haufen anderer Gruende schaute ich mich noch einmal um und machte mich dann an den Abstieg. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich es zu keinem Zeitpunkt bereut habe, umgedreht zu sein. Fuer mich war damit Mt. Taranaki "at akta" gelegt, ich nehme die Erfahrung mit.

Am naechsten Tag ging es dann endlich raus fuer mich aus New Plymouth - ich hatte jetzt definitv genug von der Stadt, dem Campingplatz und dem ganzen Rest drum herum. Nachdem ich dann Lebensmittel und Sprit aufgetankt hatte, machte ich mich also mit  meinem Dicken weiter auf Richutng Norden, naechstes Ziel: Waitomo.

 

Waitomo ist wieder mal eine ziemlichew Touriattraktion unter meinen bisherigen Reisezielenn gewesen, bekannt fuer seine zahlreichen Hoehlen mit den darin lebenden Gluehwuermchen. Fuer mich stand hier mal wieder eine etwas groessere Aktivitaet an: Black-Water-Rafting. Ich buchte die Tour nicht ueber die Hauptagentur, sonder ueber ein kleines Familienunternehmen, dass auch Exkursionen in die Hoehlensysteme macht. Zwei Tage spaeter ging es dann fuer mich und 7 andere Abenteurer raus zu der besagten Hoehle. Der Transport war nicht unbedingt erster Klasse (es war so ziemlich der schepperigste Bus, den ich in meiner gesamten Zeit in NZ gesehen habe xD), mit der richtigen Portion Humor war aber jedem geholfen. Nach einer circa 20-minuetigen Fahrt waren wir dann da -  mitten im Nichts. Umgezogen haben wir uns in einem mehr oder weniger umgebauten Schiffcontainer bevor es dann raus zum Startpunkt der Expedition ging. Unser Abenteuer fing mit einem Abseilakt aus circa 20m Hoehe an, danach sind wir immer tiefer flussaufwaerts in die Dunkelheit gewatet, bis wir schliesslich unsere Kopflampen anmachen mussten, um den Weg zu finden. Am ersten Stopppunkt hockten wir uns dann alle auf einen kleinen Vorsprung am Rande des Flusses und loeschten das Licht. Dann hiess es erstmal abwarten, bis sich unsere Augen an die Dunkelheit gewoehnt hatten. Und auf einmal waren sie da, ueberall an der gesamten Decke: tausende, nein millionen von Gluehwuermchen. Die Hoehle fuellte sich mit ihrem daemmerigen blauelichen Licht und man konnte erste Umrisse erkennen. Magisch. Weniger magisch war dann die Erlaeuterung unseres Tourguides - bei den "Gluehwuermchen" handelt es sich naemlich nicht um geheimnisvolle, schoene kleine Tierchen sondern schlichtweg um ziemlich ekelige Larven, die in der Dunkelheit leuchten. Yay. Mission Kindheitstraeume in fuenf Minuten zerstoeren erfolgreich. Dann ging es dann aber schon wieder zurueck zum Anfangspunkt um unsere aufgepumpten Reifen abzuholen, sie unter den Po zu klemmen und dann anschliessend in Reih und Glied flussabwaerts in Dunkelheit zu treiben. Mehr und mehr Gluehwuermchen -  einfach unglaublich.  Beim naechsten Stopp ging es dann darum, sich an den Felswaenden entlang zu hangeln, immer tiefer in die Hoehle hinein, bevor unser Guide uns dann durch enge Felsspalten und kleine Tunnel schleuste. Zwischendruch gab es noch eine kleine Pause mit heissem Tee und Schokolade, denn trotz unserer Neoprenanzuege war das Wasser immer noch eiskalt. Und dann hiess es auch schon langsam wieder Rueckzug. Die vorletzte Challenge war, zum Ausgangspunkt zurueckzufinden. Ohne Licht. Also Kopflampe aus und ueber Stock und Sein im Daemmerlicht zum Ausgang zurueckstolpern. Tatsaechlich schafften wir es alle ohen groessere Zwischenfaelle und ohne Licht! aus der Hoehle. Am Anfang hatten wir uns in die Hoehle abgeseilt, nun hiess es, das gesamten Stueck wieder hinaufzuklettern. Es sah dann aber doch steiler aus, als es eigentlich war und nach einer dreiviertel Stunde waren wir dann alle wieder unter der Sonne Neuseelands auf dem Rueckweg zu einer heissen Dusche und einer heissen Suppe im Anschluss. Insgesamt war die Tour eine tolle Erfahrung, meine vorangegangen Kenntnisse durch das Canyoning in Queenstown waren definitv ein Vorteil. Trotzdem ist so eine Tour unter Tageslicht doch noch etwas anderes, als im Stockdunkeln metertief seinen Weg durch einen unterirdischen Bachlauf zu finden.

Nach meinem letzten groesseren Abenteuer macht ich mich dann weiter auf den Weg nach Hamilton. Zu der Stadt gibt es nicht viel zu sagen, die einzige Attraktion sind die "Hamilton Gardens". Denen wollte ich eigentlich nur einen kurzen Besuch abstatten, jedoch stiess ich im Japanischen Garten auf Gary. Gary ist Rentner, 71 Jahre alt und alle paar Wochen in den Gaerten. Und wie es dann so ist kamen wir irgendwie in's Gespreach und auf einmal hatte ich eine eigene kleine Privatfuehrung durch die Gaerten. Ich war ziemlich beeindruckt von seinem Wissen ueber all die verschiedenen Pflanzen und fand die Gesellschaft sehr nett. Nach ungefaehr 3 Stunden trennten wir uns dann wieder -  ganz herzlich mit Umarmung am Ende. Es war wieder eine von diesen Begegnungen, die sich durch meine gesamte Zeit hier in Neuseeland gezogen haben und die die Reiserei fuer mich so besonders macht.

 

Nach dem Tag war Hamilton dann fuer mich aber defintiv abgegrast und ich entschied mich noch fuer einen kleinen Abstecher ueber zwei Tage nach Raglan, einem DER Surfspots an der Westkueste. Surfen. Ja. Ganz viel mehr war dort aber auch nichtr drin. Der Strand war aber trotzdem ganz nett, fuer einen laengeren Aufenthalt hatte die Gegend dann aber einfach nicht viel mehr zu bieten. Kurz dachte ich darueber nach, noch einen kleinen Schnupperkurs fuer erste Surfkenntnisse zu machen, entschied mich dann bei den dortigen Preisen aber doch dagegen. Naja. Surfen kann ich immer noch.

Also ging meine Reise Richtung Norden weiter. Ich hatte nicht wirklich einen festen Punkt fuer meinen neachsten Stopp im Sinn, aber fuer mich stand fest, das ich definitiv nicht in Auckland halten wuerde. Ich umfuhr also so gut es ging die groesste Stadt Neuseelands, um mich dann noch einmal in den neuseelaendischen Busch mitten im Nichts abtreiben zu lassen. Ich endete nach 15km Schotterstrasse auf einem Campingplatz in einem Naturschutzreservat mit Zugang zum Strand. WOW! Das Land zeigte sich mir hier nocheinmal von seiner schoensten Seite, mit einem wunderschoenen Strand und tollen Klippen. Und so machte ich mich am naechsten Tag nocheinmal zu Fuss in's Buschland auf, um nochmal fuer 2 1/2 Stunden verloren zu gehen. Ich hatte wunderschoene Aussichten ueber die Bucht und die umliegende Gegend und der Walk war abwechslungsreich mit all seinem bergauf, bergab und zahlreichen Flussueberquerungen. Fuer mich war das bewusst das letzte Mal, dass ich mitten in der Natur campen wuerde und es war definitv ein wuerdiger Abschluss (trotz naechtlichen Mueckenalarams mit 30! Biestern in meinem Auto).

Danach hiess es fuer mich einfach den Highway weiter raufzufahren mit Endziel "Cape Reinga". Ich hatte noch einige kleinere Zwischenstopps, u.a. in einem kleinen Kauri-Park in dem es auch einige wilde Kiwis geben sollte. Mir war anfangs schon relatv klar, dass ich wohl keinen Kiwi zu Gesicht bekommen werde als sich bei Anbruch der Dunkelheit der gesamte Campningplatz auf in den Busch machte. Trotzdem machte ich mich auch auf den Weg, die Nacht war einfach zu einladend: Sternenklar mit einem hellen Vollmond und angenehmen Temperaturen. Und so stakste ich eine 3/4 Stunde durch den dunklen Busch und machte mich anschliessend wieder auf den Rueckweg. Dabei sah ich aus der Ferne, wie ein Paerchen gespannt in einen Busch starrte und tatsaechlich! Komplett tiefenentspannt raschelte ein Kiwi durch's Gebuesch! Ich war ziemlich ueberrascht, doch noch einen zu Gesicht zu bekommen und freute mich wahnsinnig. Und als ich mich dem Ausgang naeherte schlug das Glueck sogar noch zweimal zu. Drei Kiwis in einer Nacht! Was eine Quote! Und was ein Erlebnis! Am naechsten Tag war ich immer noch aufgekratzt wegen der Nacht zuvor und machte mich weiter auf Richtung Norden, Zwischenstopps waren diesmal im Kauri-Park mit schoenen Buschwalks und riesigen Baeumen.Es ging nach Norden, immer weiter. Bis ich nach 3 weiteren Tagen tatsaechlich oben stand. Am Cape Reinga. Mehr oder weniger dem Ende meiner Reise. Fuer mich war es irgendwie unglaublich. Es war nicht einfach nur die Tatsache, dass ich bis dort oben gefahren war, sondern vielmehr der Fakt, dass ich es damit geschaff hatte! Ich war am Ende meiner Reise (mehr oder weniger). Um meinen letzten Roadtrip angemessen ausklingen zu lassen, beschloss ich, eine Nacht auf dem angrenzenden Campingplatz in einer kleinen Bucht zu verbringen. Definitv ein Traumspot: blaues Meer, schoene Wellen und das alles vielleicht 100m von meinem Auto entfernt - perfekt! Den naechsten Tag startete ich dann mit einem langen Fruehstueck und einem kurzen Tauchgang in den Wellen.

Danach stand fuer mich fest, dass es erstmal wieder zuerueck nach Kaitaia ging, um mich auf die Suche nach einer Wwoofingstelle zu machen. Angekommen in Kaitaia machte ich es mir erstmal im Hostel bequem, der Abend war perfekt mit einer Geburtstagsparty fuer eine der Mitbewohnerinnen und selbstgemachter Pizza. Am Morgen danach fing ich an, nach einer farm oder Aehnliches zu schauen. Auch diesmal war die Suche nach einem Wwoofingplatz recht unkompliziert -  nach ein paar Anrufen hatte ich eine Stelle fest und machte mich Montags auf dem Weg zu meiner neuen Gastgeberin, was folgten waren drei unglaubliche Wochen mit Jen.

Jen. (Lebens) -Kuenstlerin, Koechin, Bauerin, Bauerin... es gibt nicht sehr viel in Sachen "Landleben", die Jen nicht beherrscht. Und so arbeitet ich tagsueber mit ihr an verschiedenen Projekten wie z.B. Abstellkammer entruempeln, Unkraut rupfen, Gras schneiden, Wasserpumpen reparieren, Schweine einfangen, aufrauemen und bauen. Wer jetzt an eine normale Bauweise denkt, denkt nicht an Jens Haus. Sie baut naemlich hauptsaechlich nach eigener Lust und Laune und vor allem aus Recycel-Materialien. Deswegen bestand mein Wwoofer-Haueschen auch aus Flaschen, Schalen, Beton und Tellern. Und war deswegen auch eher wasserundicht. Sei's drum - irgendwann bin ich dann in's Haupthaus gezogen.

Ansonsten gehoerte zu meinen taeglichen Aufgaben, Coco zu melken. Coco ist Jens Hauskuh und gibt jeden Tag bis zu 12L Frischmilch, wir waren nebenbei also auch immer mit der Joghurt- und Kaeseproduktion beschaeftigt. Alles, was an Milch uebrigblieb ging an die Schweine "Yumyum" und "Dimson", die Jen als reine Fleischzukunft haelt. Und egal, wo wir beide gerade am rumwuseln waren, ihre beiden Hunde "Poppy" und "Jane" waren immer dabei. Ich habe es total genossen, immer Tiere um mich herum zu haben und fand es einfach toll, dass es immer was tun gab. Ein weiterer grosser Teilbereich des Tages bestand in der "Essensprudktion"; von selbstgemachten Blauschimmel-Wallnuss-Kuerbis-Ravioli bis hin zu besten Angussteak hatten wir so ziemlich alles auf dem Teller. Rind vom Bauern nebenan, Schwein aus eigener Aufzucht und Gemuese aus dem Garten hinter'm Haus. Alles was ich dazu sagen kann ist "yum yum yum". Essenstechnisch war ich definitv in der fuenf Sterne plus Abteilung gelandet.

Und zwischen dem normalen Tagesablauf, gab es auch immer noch ein paar Aufgaben, die Saisonabhaengig waren. Bierbrauen, Ingwerbier ansetzten (und vor allem trinken), Cider machen...Fuer den Cider haben wir einen Tag lang 50 Liter Apfelsaft selbergepresst aus Aepfeln, die wir einen Tag zuvor auf einer organischen Planatge mitten in der Pampa gesammelt hatten.. Lustig war es auf jeden Fall (wenn auch etwas klebrig :D).

Was mir in Zeit besonders gut gefalleb hat, war die Kunstklasse, die Jen einmal in der Woche in der Stadt leitet. Dort gibt sie Kunstunterricht fuer Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben und durch die Klasse versuchen, ihre motorischen Faehigkeiten wieder zu verbessern. Die meisten kommen jedoch einfach nur fuer die Gespreache und den Spass. Und der war es wirklich!

Ich war also die gesamte Zeit immer recht geschaeftig, habe mir in meiner freien Zeit immer mal wieder Jens klappriges Rad geliehen und bin damit auf dem angrenzenden 90 Mile Beach herumgeduest. Wenn ich dann gegen Speatnachmittag wieder da war, war es eigentlich Gang und Gebe, dass wir Besuch hatten. Langweilig war es also nie!

Das war wahrsccheinlich auch der Hauptgrund, warum die Wochen bei Jen so wahnsinnig schnell umgegangen sind. Fuer mich blieben danach immer noch drei Wochen, in denen ich langsam Richtung Auckland fahren wollte, um mich an den Autoverkauf zu machen. Ich konnte also nicht wirklich verlaengern, was ich aber eigentlich liebend gerne getan haette. Trotzdem: die Zeit war einfach toll und es ist schoen zu wissen, Menschen hier am anderen Ende der Welt zu haben, zu denen man immer wieder zurueckkommen kann. Dienstagsmorgens ging Jen also zum Milchstand runter, waehrend ich ueber den Feldweg Richtung Highwy rumpelte - goodbye.

Auckland erreichte ich nach fuenf Tagen. In der Zwischenzeit hatte ich nochmal einen Stopp in Paihia eingelegt, um einen Kurztrip nach Russell zu machen. Das Wetter war eher mau, der Kurztrip mit der Faehre auf die andere Seite der Bucht recht nett. Danach ging es dann weiter suedlich, naechster Stopp Whangarei, gleiches Hostel wie circa ein halbes Jahr zuvor. Eigentlich wollte ich dort nur eine Nacht bleiben, lernte jedoch ein deutsches Maedchen kennen. Louisa, 19, gerade auf Weltreise. Thailand, Malaysia und Hong-Kong hatte sie schon hinter sich gelassen und war nun seit 2 1/2 Monaten in Neuseeland. Und wie es so ist verquatscht man sich und schaut sich zusammen die Gegend an. Letztendlich war ich dann 3 Naechte in Whangarei, aber so ist das Backpackerleben -  immer ungeplant. Weil Lousia und ich uns gut verstanden, beide noch 2, bzw. eine Woche in NZ hatten und beide keine Lust hatten, die letzten Tage in Auckland zu verbringen, entschieden wir uns fuer einen kurzen Roadtrip nach Coromandel. Ich war zwar schon dort, aber ich fand die Aussicht auf drei, vier Tage Kueste besser als zwei Wochen Grossstadt. Also verabredeten wir uns dazu, zwei Tage spaeter gemeinsam mit meinem Auto nocheinmal rauszufahren. (Soviel zum Thema letzter Roadtrip Cape Reinga... :D)

Dienstagmorgens um Punkt neun Uhr verliessen wir also das Grossstadtgetuemmel und fuhren an die angrenzende Coromandel Penninsula. Die Tage dort waren echt nochmal ein schoener Abschluss. Wir haben uns gut verstanden, waren viel unterwegs und das Wetter hatte auch groesstenteils mitgespielt. Unternommen haben wir eine grosse sechsstuendige Wanderung durch den "Dschungel", ueber Haengebrucke und rutschige Steintreppen, hinauf auf einen Berg (the Pinaccles) mit einer spektakulaeren Aussicht. Aber auch typische Touri-Punkte wie die Cathedral Cove und der Hot-Water Beach haben nicht gefehlt. Ansonsten sind wir einfach durch die kleinen Orte getrollt und waren am Strand unterwegs. Und jetzt sind wir wieder hier, in Auckland. Unsere Wege haben sich nach dem Kurztrip Hostelbedingt erstmal getrennt, aber vielleicht sieht man sich nochmal.

ich selber bin jetzt voll im Thema Autoverkauf. Die Internetanzeigen laufen jetzt seit knapp zwei Wochen, haben jedoch noch nichts Brauchbares ausgespuckt. Heute morgen war ich auf einem Automarkt. Das Wetter war aber ziemlich schlecht, die gesamte Aktion eher semi-erfolgreich. Mir bleiben jetzt noch 7 Tage ein neues Zuhause fuer meinen Dicken zu finden, ich denke aber, dass ich das gesamte bis Mitte dieser Woche versuchen werde abzuwickeln. Mal schauen. Morgen ist hier erstmal Feiertag, ANZAC-Day, an dem an den ersten Weltkrieg erinnert wird. Und dann ist es nur noch eine Woche bis Abflug. Fuer mich fuehlt es sich manchmal immer noch an, als wenn ich gestern erst Zuhause losgeflogen bin. Aber wie gesagt: sieben Tage bleiben. In meinem letzten Blogeintrag in circa einer Woche werde ich Euch dann wissen lassen, was ich getrieben habe.

Bis dahin, take care,all the best,

Ann~

4.4.16 02:59
 


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